Arnulf – Das Schwert der Sachsen

Der zweite Band der Arnulf-Saga erscheint im Dezember 2017

774 nach Christus erschüttern Krieg, Aufruhr und Vertreibung das Frankenreich. Während König Karl mit seinen Truppenaufgeboten in Oberitalien die Langobarden niederringt, ist die Nordgrenze fast von Truppen entblößt. Dort soll der Hofmann Einhard als königlicher Statthalter die Sachsen in Schach halten. Doch der Falenherzog Widukind bringt ein Bündnis der heidnischen Stämme zustande, um an den Franken Rache zu nehmen – und ihr größtes Heiligtum zu zerstören… Im Strudel dieser Ereignisse steht der Krieger Arnulf: Nach einem leichtfertigen Streifzug in sächsische Gefangenschaft geraten, droht ihm die Opferung an den Klippen der Götter, den westfälischen Externsteinen. Mit der Kraft der Verzweiflung stemmt Arnulf sich gegen sein Schicksal, während Widukinds Krieger sich für den großen Sturm rüsten.

Ein packendes Drama aus der Zeit der Sachsenkriege, das den Leser über blutige Schlachtfelder und durch heidnische Waldwildnis bis zu den mythischen Heiligtümern der Falenstämme führt. 

Verlag: HEYNE
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 3641214262, 9783641214265
Preis: Taschenbuch 9,99 Euro

Arnulf – Die Axt der Hessen

772 nach Christus: Seit einigen Jahren regiert König Karl das Reich der Franken, der spätere „Große“. Als heidnische Sachsenstämme unter Führung Herzog Widukinds im Grenzland   einfallen, ruft Karl seine Vasallen zu den Waffen und versammelt ein riesiges Heer am Main. Rachedürstig zieht er nach Norden – begleitet von tausenden Bauernkriegern, die Haus und Familie alleine zurücklassen. Wider Willen wird auch Arnulf vom Heerbann aufgesogen, ein mittelloser Bursche aus dem Hessengau. Schon bald erwirbt er in blutigen Gefechten mit den Sachsen Waffenruhm und erlebt in vorderster Linie den Zusammenprall mit sächsischen Kriegshaufen. Der König überhäuft den Heißsporn mit Auszeichnungen, eine Art Freundschaft wächst zwischen Arnulf und dem Königsberater Einhard heran. Eine Geisel am Königshof jedoch bringt seine Loyalität ins Wanken: Widukinds Schwester. Er verfällt ihr, und  nun wendet sich das Schicksal brutal gegen ihn…

Verlag: Acabus
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 9783862823406
Preis:
Taschenbuch 9,99 Euro

Zeitgeschichtlicher Hintergrund:

Die Sachsenkriege waren das größte und wohl blutigste Ringen des frühen Mittelalters. Der noch recht junge, äußerst tatkräftige Frankenkönig holte mit der Niederwerfung der Sachsen etwas nach, das sein Vater Pippin und Großvater Karl Martell nur ansatzweise erreicht hatten.  Dass aus den Feldzügen ein Religionskrieg wurde, der schließlich in Vernichtung, Terror und Massen-Deportationen ausartete, hatte Karl sich bei Beginn des Krieges wohl nicht träumen lassen. Aber zurückzustecken entsprach nicht seiner Natur. Und die „trutzigen“ Sachsen hoben immer wieder ihr Haupt, mal hier, mal dort; die Unterwerfung gegenüber dem König und seinen Panzerreitern wurde ebenso schnell wieder zurückgenommen, wie sie in der Not ausgesprochen worden war…

Dreißigjähriges Ringen: Ein Kriegerkönig setzt sich durch

Die heiße Phase des Krieges endete 785 mit Widukinds Kapitulation (regionale Aufstände brachen noch weitere zwei Jahrzehnte immer wieder aus).  Schon wenig später, Anfang des neunten Jahrhunderts, betrieb dann die sächsische Kirche die  Heiligsprechung des legendären Anführers. Weil er ein großer Kämpfer war!, denken wir sogleich; weil er mit seiner Taufe den Übertritt der Sachsen zum Christentum symbolisierte, lautet die historisch richtige Antwort. Man sieht: nicht immer können wir auf Anhieb das Tun der Damaligen nachvollziehen. Kirchenkritiker mögen darauf hinweisen, dass die Sachsen ohne die gnadenlose Eintreibung von Kirchenzehnt und anderen Steuern sich viel früher in ihr Schicksal gefügt hätten.

Die Unterlegenen wurden später selbst zu „Missionierern“

Das mag so sein – aber wie bezeichnend ist dann das spätere Benehmen der Zwangsbekehrten! Oder besser gesagt, ihrer Nachkommen: tatsächlich waren es vor allem kampfstarke sächsische Grenzfürsten, die mehr als 100 Jahre später vom heutigen Niedersachsen aus in die östlichen Slawengebiete vorstießen und – mit Feuer, Kreuz und Schwert – die Germanisierung  der Slawen einleiteten. Man kann folglich behaupten: ohne die Eingliederung der vormals heidnischen Sachsenstämme in das Frankenreich  wäre der Nordosten - - Achtung, liebe Mecklenburger und Brandenburger - kaum zu einem späteren Teil Deutschlands geworden. Und dabei zeigten die sächsischen Herren nicht weniger Härte und keinesfalls mehr Milde als einst die Statthalter und Bischöfe Karls des Großen beim Kolonisieren der Sachsen!

Arnulf – Kampf um Bayern

Der dritte Band der Arnulf-Saga ist für 2019 geplant.

Karl der Große ringt mit dem Bayernherzog Tassilo um den Südosten der Germania. (Denn es hat uralte Gründe, dass Bayern sich "Freistaat" nennt und es dort heute eine CSU gibt!)